Grünes Köln: Vom Stadtwald zum Rheinauhafen

Rautenstrauchkanal

Köln ist eine der grünsten Großstädte Deutschlands. Ungefähr 15 % des Stadtgebietes bestehen aus Wald, dazu kommen 22 Naturschutzgebiete und zahlreiche Parks und Grünanlagen. Dieser Stadtspaziergang führt Dich durch einige der schönsten grünen Ecken Kölns. Dabei kreuzt er an vielen Stellen KVB-Linien, so dass Du problemlos auch nur einen Teil der Strecke gehen kannst.

Tipp: Öffne unsere Google-Karte auf Deinem Handy − so findest Du immer den richtigen Weg.

Los geht es an der KVB-Haltestelle Maarweg, die Du mit der Linie 1 in 10 Minuten von der Innenstadt erreichst. Über die Kitschburger Straße kommst Du nach wenigen Schritten in den Stadtwald. Wenn Du magst, drehst Du eine Runde um den Kahnweier oder besuchst die Tiere im Wildpark.

 

Stadtwald

Ansonsten hältst Du dich links und verlässt an der Rautenstrauchstraße den Stadtwald wieder. Folge der Rautenstrauchstraße und Du gelangst zu den Lindenthaler Kanälen.

 

Clarenbachkanal

Die Wasserwege wurden vor ungefähr 100 Jahren als grüne Verbindung zwischen dem äußeren und inneren Grüngürtel angelegt. Sie verlaufen etwas versetzt voneinander. Auf dem kurzen Verbindungsweg zwischen den Kanälen (Bucknerstraße) liegt die Kirche Christi Auferstehung, die vom Architekten Gottfried Böhm geplant wurde.

 

Christi Auferstehung

Am rechten Ufer des Clarenbachkanals geht es weiter bis zur vielbefahrenen Universitätsstraße. Für eine kurze Pause holst Du Dir am besten ’nen Cappuccino am kleinen Caféccino-Mobil, das werktags vor dem italienischen Kulturinstitut an der Universtitätsstraße 55 steht. Das Café Schmitz im Museum für ostasiatische Kunst gegenüber bietet Dir zwar eine grandiose Aussicht auf den Aachener Weiher, ist allerdings in Punkto Service leider ein Totalausfall. Also lieber mit dem Pappbecher in der Hand über die Universitätsstraße und ans Ufer des Aachener Weihers setzen.

 

Schmitz im MOK

Aachener Weiher

Nach der kurzen Stärkung geht es weiter über den Hügel namens Hiroshima-Nagasaki-Park. Im Sommer ein beliebter Treffpunkt zum Grillen und Chillen, im Winter deutlich leerer. Einen Straßenkünstler findest Du mit etwas Glück aber trotzdem.

 

Straßenkünstler

Weiter geht’s durch eine tolle Allee entlang der Uniwiesen, die bei Freizeit-Kickern und anderen Sportlern sehr beliebt sind.

 

Uniwiesen

Vorbei an der Uni-Mensa gelangst Du auf dem Paula-Kleinmann-Weg zur Luxemburger Straße. Der Weg wurde erst 2015 umbenannt und erinnert an die verstorbene Oma Kleinmann, die das berühmte Schnitzelrestaurant auf der Zülpicher Straße gegründet hat.

Am Eifelwall endet der innere Grüngürtel leider und Du musst für einige Minuten mit einer vielbefahrenen Straße und Baustellen vorlieb nehmen. Hier soll einmal das neue Stadtarchiv entstehen. Nachdem Du einige Bahngleise unterquert hast, wird es am Vorgebirgswall aber wieder grün. Hier biegst Du links in den Volksgarten ab. Den kleinen Park mit Weiher und Rosengarten gibt es schon seit der Kaiserzeit. Im Sommer solltest Du Dir unbedingt im schönsten Biergarten Kölns ein Kölsch holen und die Südstädter beim Tretbootfahren und Grillen beobachten.

 

Biergarten Volksgarten

Volksgarten

Tolle Altbauten sind in Köln ja eher eine Seltenheit − außer an der Volksgartenstraße, wo sich ein hübsches Haus an das nächste reiht.

 

Volksgartenstraße

Volksgartenstraße

Über die Merowingerstraße mit ihren vielen kleinen Geschäften gelangst Du zum Chlodwigplatz, dem Zentrum der Südstadt. Wenn Du magst, mach‘ einen kurzen Abstecher unter die Erde. An der Betonwand der neu eröffneten U-Bahn-Station hat die Künstlerin Katharina Grosse eine großartige Farbexplosion gezaubert.

 

U-Bahn Chlodwigplatz

Weiter geht’s über den Ubierring zum Rheinauhafen, dem jüngsten Veedel Kölns. Hier sind neben alten Speicherhäusern viele moderne Bauten mit Büros, Geschäften und Luxuswohnungen entstanden.

 

Rheinauhafen

Rheinauhafen

Kranhaus

Im Rheinkontor am Elisabeth-Treskow-Platz kannst Du Dich mit einem Crêpe stärken und an einer der Aktiv-Bänke am Rheinufer die überschüssigen Kalorien direkt wieder abtrainieren 😉

 

Crepe Rheincontor

Fitnessbank

Vorbei am Schokoladenmuseum (Tipp: kurzen Abstecher auf die Aussichtsplattform an der Nordseite des Museums machen) geht es am Rhein entlang bis kurz hinter die Deutzer Brücke. Hier biegst Du links in die Markmannsgasse ein und bist nach wenigen Schritten am Heumarkt, dem Ziel des Stadtspaziergangs.

 

Wo geht’s los? Aachener Straße 503, 50933 Köln (Ecke Kitschburger Straße), Google Maps

Wie hinkommen? Mit der KVB Linie 1 zur Haltestelle Maarweg.

Strecke: 8,4 Kilometer, Google Maps

Dauer: Ungefähr 3 Stunden.

 

  1 comment for “Grünes Köln: Vom Stadtwald zum Rheinauhafen

  1. Jules
    21. Januar 2016 at 13:53

    Toller Spaziergang, werde ihn demnächst mal „nachgehen“ 🙂

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